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 Mustafa Mujagić

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PostSubject: Mustafa Mujagić   Sun Apr 07, 2013 9:02 pm

Mustafa Mujagitsch

Bei den bislang vorgestellten vier Heilern handelte es sich um Christen, die der Auffassung sind und das stets betonten, daß die von ihnen vermittelten Heilkräfte göttlichen Ursprungs sind. Die mit ihnen zusammenarbeitenden Geistwesen (die jenseitigen Ärzte) fühlten sich Christus untertan. Arigó sagte immer wieder: "Nicht ich heile, wer heilt ist Jesus!"

Bei dem folgenden Heiler handelt es sich um einen Mohammedaner, der seine Heilfähigkeit auf Allah zurückführt, also auf das höchste Wesen, das identisch ist mit dem Gott, den auch die Christen, Juden und Parsen verehren. Er spricht nicht von weiteren jenseitigen Helfern oder Engeln, sondern nur von Allah. Der Name des Heilers lautet Mustafa Mujagitsch. Er ist ein Bosniake und 1875 in dem bosnischen Dorf Tesnju geboren (17, S. 372). Von Beruf war er Rechnungsinspektor (des Finanzministeriums) in Sarajewo. Dort lebte er auch nach seiner Pensionierung und war 1955 noch sehr rüstig. Aus jenem Jahr und seinem Mund stammen die folgenden Informationen (12; 17; 19).

Mujagitsch übte seine Heiltätigkeit seit 1901 aus. Sie war sehr speziell und bezog sich nur auf die Behandlung vernachlässigter madiger Wunden und auf die Heilung des Bisses von Giftschlangen bei Menschen und Tieren. Beides sind körperliche Beeinträchtigungen, die besonders ländliche Bevölkerung in Gebieten zu schaffen machen, wo es kaum Ärzte gibt. Eine Wunde vermadet nur, wenn sie nicht ausreichend gereinigt und versorgt wird. Das ist dann zwar unangenehm, aber nicht unbedingt tödlich. Der Biß einer sehr giftigen Schlange dagegen führt unweigerlich zum Tod, wenn nicht sehr schnell mit einem Schlangenserum behandelt wird. Aber wo gab es das schon um die Jahrhundertwende in Bosnien? Da setzte dann die Hilfe von Mujagitsch ein, der mit bestimmten Heilformeln oder Gebeten den Kranken retten konnte, wenn er rechtzeitig gerufen wurde. Nach dem ersten Weltkrieg spielte dabei auch das sich stärker ausbreitende Telephon eine Rolle. Mujagitsch brauchte bei der Behandlung nicht unmittelbar bei dem Patienten anwesend zu sein. Die Heilung vollzog sich auch über das Telephon. Der Schriftsteller Alexander Sacher-Masoch erlebte als Augenzeuge derartiges im Jahre 1954. Er berichtet (12):




"Hinter Belgrad liegt geographisch unsichtbar, aber kulturell um so spürbarer, die alte osmanische Grenze. Diese Gebiete haben, es ist noch gar nicht so lange her, 500 Jahre Türkenherrschaft hinter sich. Unser Mittagsbrot, bestehend aus Lammfleisch am Spieß mit weißen Bohnen, nahmen wir in Jajce, einem romantischen mazedonischen Gebirgsstädtchen, ein. In der 'Kafana', in der uns später der unvermeidliche 'Turska' in Kupferkännchen serviert wurde, wurden wir zufällig Zeugen eines recht ungewöhnlichen Vorfalls. Das Seltsamste daran war, daß von allen Anwesenden wir allein dieses Erlebnis als außergewöhnlich empfanden. Plötzlich wurde die Türe aufgestoßen, und man brachte auf einer Tragbahre einen jungen Menschen in die Kafana, schweratmend, grau im Gesicht, Schaum vor den Lippen. Ein vom Tode gezeichnetes Gesicht. Wir erführen, daß der Unglückliche soeben von einer 'Priskok', der überaus giftigen Springviper, deren Biß unbedingt tödlich ist, erwischt worden sei.

'Hilf uns Wirt', sagte einer der Männer. 'Er stirbt uns. Wir müssen den Gospodin Doktor Dijmia verständigen. Er ist zum Schlangenkauf hier.'

'Gut', sagte der Wirt. 'Ich schicke meinen Sohn ins Hotel Pliva. Dort pflegt er zu wohnen.'

Minuten verstrichen. Da erhob sich ein Mann von einem der Tische, weißbärtig, hochgewachsen, hager. Aus seinem hellen Turban lugte der rote Fes hervor. Er trug Opanken an den Füßen. Entschlossen trat er zu dem Kranken, der kaum noch atmete:

'Man darf nicht warten', sagte er, 'der Tod kommt schnell. Hier kann nur Mustafa Effendi Mujagitsch helfen. Aber er ist über hundert Kilometer weit, in Sarajewo. Versuchen wir's. Meine Tochter hat er auch durchs Telephon geheilt.'

Wir trauten unseren Augen und Ohren nicht.

Die Verbindung mit Sarajewo wurde hergestellt. 'Bitte Herrn Rechnungsinspektor Mujagitsch.' - Alles klappte erstaunlich schnell. Man sagte uns später, daß die Telephonistinnen wissen, daß es meist um Tod und Leben geht, wenn dieser Mujagitsch Effendi verlangt wird.

Unser hagerer Bosniake, ein Kupferschmied aus Travnik, trat ans Telephon. Der Wirt brachte ein 'Fildschan', ein Kaffeetäßchen voll Wasser. Unser Mann sprach: 'Effendi, hier hat einen die Priskok gebissen, hilf schnell, sonst stirbt er. Was soll ich tun?'

Gleich darauf hielt er den Fildschan an die Hörmuschel.

Wir lauschten gespannt.

Der Schmied dankte und legte den Hörer auf. Er näherte sich dem Kranken, der mit blauen Lippen zusammengekrümmt dalag. Er flößte ihm gewaltsam ein wenig von dem Wasser ein. Mit dem Rest betupfte er seinen Knöchel, dort, wo die Schlange gebissen hatte. Dann trat er zurück. –

Und wirklich. Plötzlich erhob sich der Sterbende. Die Farbe war in sein Gesicht zurückgekehrt. Er lächelte vergnügt. Er war gesund.

Kurz darauf trat der Arzt ein. Er untersuchte den jungen Mann. 'Ich bin überflüssig', sagte er und lächelte uns zu. 'Hier kapituliert die exakte Wissenschaft vor der Zauberei.'

Wir wollten und konnten nicht an die telephonische Heilung glauben. Der Arzt jedoch war gar nicht überrascht. 'Ich habe mich dran gewöhnt', sagte er ernst. 'Das Gegengift versagt manchmal, der Spruch, mit dem Mujagitsch das Wasser verzaubert hat, nie.'

Wir hatten viel von unserer europäischen Sicherheit eingebüßt, als wir das Städtchen Jajce verließen."

Derartige Heilungen erfolgten natürlich nicht jeden Tag, aber im Laufe der Jahrzehnte doch in beträchtlicher Anzahl. Da es sich bei den Schlangenbissen meist um todbringende Körperschäden handelte, die durch Mujagitschs Hilfe ohne die sonst erforderliche Serumbehandlung ausheilten, riefen dieses Fälle beträchtliches Aufsehen hervor und wurden auch von der nichtjugoslawischen Presse aufgegriffen. Zum Beispiel erschienen im Berliner Tageblatt vom 14. Juli 1928, Nr. 615/616 ein umfangreicher Aufsatz über "Die Schlangenkönige von Bosnien."
Woher kam bei Mujagitsch die Heilgabe, wie trat sie erstmals in Erscheinung?

Er gibt an, daß er sie von seinen Vorfahren übernommen habe und daß sie von Generation zu Generation jeweils auf den Sohn weitergegeben worden sei. Vor etwa 300 Jahren habe einer seiner Vorfahren einem durchwandernden mohammedanischen Scheich und Weisen Sejjidi Ahmedi Rufaie einen großen Dienst erwiesen und sei dafür von ihm mit der Heilformel zur Schlangenbißheilung belohnt worden (17, S. 374; 19, S. 186). Diese sei dann immer vom Vater auf den Sohn weitergegeben worden. Da Mujagitsch selbst unverheiratet und kinderlos war, kam bei ihm für die Weitergabe nur seine ebenfalls unverheiratete und kinderlose 15 Jahre jüngere Schwester in Frage. Das bedeutet, daß diese Heilgabe in Sarajewo jetzt erloschen sein dürfte. Die Heilungen erfolgten als Geschenk Allahs immer kostenlos, denn Mustafa Mujagitsch war ein frommer, die islamischen Gesetze achtender Mohammedaner.

Ich vermute, daß es sich bei der Heilformel nicht um eine Art Codewort handelte, wie man es benutzt, um einen Panzerschrank zu öffnen, sondern um ein Gebet, mit dem der gerade in der Erbfolge Bevollmächtigte die göttliche Hilfe anrufen konnte. Weil die Heilgabe so sehr speziell war und sich nicht auf eine Vielzahl von Krankheiten bezog, glaube ich nicht, daß hier Allah persönlich eingriff, wie er es ja auch bei Edwards, Chapman und Arigó nicht tat. Dagegen halte ich es für wahrscheinlich, daß durch die Heilformel des Mujagitsch ein oder mehrere Geistwesen angerufen wurden, die im Auftrag Gottes arbeiteten und ihre engbegrenzten Fähigkeiten für in Not geratene Menschen einsetzten. Die Einwirkung bestand vermutlich darin, bei den von Schlangen gebissenen Patienten die Erzeugung von Antikörpern so schnell in Gang zu bringen, daß die Antigene (oder Toxine = Giftstoffe) des Schlangengiftes noch rechtzeitig genug neutralisiert werden konnten. Oder aber die Geistwesen hatten die Möglichkeit, die erforderlichen Antikörper paranormal zuzuführen oder die Antigene paranormal zu entfernen.

Mujagitsch hat über die Einschaltung jenseitiger Helfer nie etwas gesagt. Vielleicht wollte er es nicht sagen, oder er wußte es nicht. Die Annahme eines spezialisierten Heilgeistes aber würde es verständlich machen, daß die Heilgabe von Generation zu Generation weitergegeben werden konnte. Nicht die Heilformel wäre dann das Wesentliche gewesen, sondern der "weitervererbte" Heilgeist. Ein anderer Mensch hätte mit der Heilformel allein wahrscheinlich gar nichts anfangen können. –

Mustafa Mujagitsch ist um 1965 gestorben, so sagten mir Leute, die ihn in Sarajewo zu Lebzeiten kannten.

Mujagitsch und seine Vorfahren waren nicht die einzigen, welche die Folgen von Schlangenbissen heilen konnten. Ein solches Beispiel berichtet u. a. Dr. George Lindsay Johnson aus Durban in Natal (Südafrika) Anfang des 20. Jahrhunderts (2, S. 202). Er beschreibt, wie ein Stammeshäuptling Shembe in seinem Beisein einem von einer "Zischenden Natter" gebissenen und im Sterben liegenden Mädchen durch Gebet zur Gesundheit verhalf. Er setze seinen Fuß auf den durch den Schlangenbiß stark geschwollenen Arm des Mädchens. Nach nochmaligem Gebet zu Gott verschwand innerhalb von Sekunden die Schwellung völlig, und das Kind stand auf, als ob nichts gewesen wäre.
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